Mai 2020: Auf dem Bild kann man sehen, dass die Eier bei dem prächtigen Edelkrebsweibchen inzwischen schon weit gereift sind und die kleinen Krebschen bald schlüpfen werden.

Mai 2020: Damit sich Edelkrebse wohlfühlen, benötigen sie Krebshöhlen oder Verstecke. In Seen mit Jahrtausende altem Krebsbesatz ist das ganze Ufer schon mit Höhlen durchsetzt, so dass bei einem eventuell nötigen Neubesatz genügend Infrastruktur vorhanden ist.  In einem neuen Teich oder beim Erstbesatz mit Krebsen können Hohlblocksteine, Ziegelsteine oder Kalksandsteine mit Löchern einen Ersatz bieten, die allerdings im weichen Untergrund leicht umfallen. Sicherer ist es - vor allem bei einem bereits gefüllten Teich,  zahlreiche Dachziegeln unregelmäßig vielleicht in mehreren „Burgen“ wie im Bild anzuhäufen. Diese "Krebsburgen" können durchaus aus 30 bis 40 Dachziegeln bestehen. Die Krebse werden hier mit großer Vorliebe hausen und sich je nach Befindlichkeit bis in die hintersten Tiefen zurückziehen oder wie auf einem Balkon die Scheren heraushängen lassen.

April 2020: Offenbar lässt Ostern und die Coronakrise den Teichbesitzern viel Zeit, um über den Besatz ihrer Naturteiche nachzudenken. Wir schließen das aus den Aufträgen zum Besatz kleinerer Weiher, wobei wir die Krebse meistens mit Go! über Nacht per Express versenden. Bei größeren Lieferungen (XL) verwenden wir eine Mehrwegverpackung mit frankiertem Rückumschlag.

Ein Telefonat zur Abstimmung des Ankunftstermins ist dabei unbedingt notwendig, da die eingepackten Krebse nicht länger als nötig - womöglich in der Wärme - herumstehen sollten. Dabei kann auch besprochen werden, wieviele Edelkrebse eingesetzt werden sollten, ob genug Unterschlupfmöglichkeiten da sind und wie die Krebse sich dann ernähren können. Auch Fischfeinde sind ein wichtiger Punkt - neben der Krebspest natürlich. Wer preisgünstig sehr viele Krebse züchten will, profitiert jetzt noch bis etwa Mai von den befruchteten, eiertragenden Weibchen.

Ende März 2020: Ein starker kalter Ostwind lässt nachts die Temperaturen weit unter Null Grad sinken. Dann bleiben die Edelkrebse in tieferen Bereichen der Weiher und bewegen sich kaum noch. Wenn wir sie mit Reusen für unseren Verkauf fangen wollen, sind oft keine nur nur sehr wenige Krebse in den Reusen. Daher kann es derzeit zu Lieferverzögerungen kommen, die bei wärmerem Wetter sich aber wieder auflösen sollten.

März 2020: Jetzt ist es so warm geworden, dass auch wir wieder Krebse in unseren Weihern fangen können. Vor Sonnenaufgang, wenn der Nebel noch über den Wiesen liegt, sind die meisten Krebse in den Reusen - quasi überrascht von der Dämmerung. Die meisten größeren Weibchen sind derzeit eiertragend. Meistens sind die Eier auch befruchtet und oft sieht man noch den weißen Spermafleck an der Unterseite der Weibchen. Wenn es ihnen gelingt die Brut groß zu ziehen, werden pro Weibchen oft weit über hundert Nachkommen den Weiher besiedeln. Doch es gibt viele Feinde für die kleinen Krebschen.

Februar 2020: Ein schwerer Sturm hat einige Bäume bei unseren Weihern umgeworfen. Für die Edelkrebse spielt dies keine Rolle, da sie in der Tiefe der Weiher vom Wetter nur wenig bemerken. Lediglich im Sommer ist es wichtig, dass ein Teil der Weiher beschattet wird, damit die Wassertemperatur nicht zu stark ansteigt. Die außergewöhnlich warmen Tage im Februar lassen den Frühling erahnen - trotzdem liegt in unserer relativ kühlen Region (über 600 m Höhe) morgens oft noch eine dünne, glasklare Eisschicht auf den Weihern - durch die man ab und zu schon mal einen Krebs sehen kann.

Januar 2020: Trotz relativ wamer Temperaturen sind die Weiher zugefroren, wie die Luftblasen im Eis zeigen. Das Schilf vertrocknet und sollte entfernt werden, um den Nährstoffeintrag im Weiher gering zu halten und um die Verschlammung zu bremsen. Das Eis ist hierfür noch nicht stabil genug. Nach unseren Erfahrungen sind Schilfzonen für einen Edelkrebsbesatz nicht gut geeignet - und selten finden sich hier Edelkrebse in unseren Reusen. Gründe könnten die relativ schlechten Versteckmöglichkeiten sein. Auch finden Edelkrebse im Schatten des Schilfes wenig Nahrung (Algenaufwuchs) oder grüne Unterwasserpflanzen, die auch noch Sauerstoff ins Wasser abgeben würden. Besser als Uferbepflanzung geeignet sind Binsen, in deren Wurzelgeflecht die Krebse Höhlen bauen.

Mitte Dezember 2019: Der Föhneinbruch mit Temperaturen um 15 Grad Celsius hat die Eisdecke wieder schmelzen lassen. Die Wasseroberfläche kommt jetzt wieder mit der frischen Luft in Kontakt und reichert sich mit Sauerstoff an. Wenn das Wasser genau 4 Grad kalt ist, ist es am dichtesten und am schwersten. Es sinkt im Weiher nach unten. Dies führt dazu, dass sich der Sauerstoffgehalt im Weiher bei Aussentemperaturen unter 4 Grad idealerweise bis zum Grund deutlich verbessert.

Anfang Dezember 2019: Kaltes, trübes und windiges Wetter machen die Welt über dem Wasser ungemütlich. Für die Edelkrebse unter der noch dünnen Eisschicht bleibt die Zeit fast stehen. Bei Temperaturen um 4 Grad verlangsamen sich alle chemischen Reaktionen und damit auch der Alterungsprozess und die Bewegungen der Krebse - für uns heißt es abwarten und Bestellungen fürs Frühjahr notieren.

Mitte November 2019: Die niedrigen Temperaturen nahe null Grad haben dazu geführt, dass die Weibchen ihre Eier bekommen. Bevor sie am Schwanz angeklebt werden, müssen sie noch befruchtet werden. Im Bild sieht man, wie eine durchsichtige Glibbermasse das weiße Sperma und fast die ganze Unterseite des Krebses überdeckt. In der Glibbermasse wird das Sperma wieder flüssiger und kann so die Eier befruchten, wenn sie an ihm vorbeigeführt werden. Am Schwanz reifen die befruchteten Eier den Winter über zu kleinen Edelkrebschen heran.

November 2019: Die Abbildung zeigt das erste eiertragende Weibchen, das wir schon am 2. November in unseren Reusen gefangen haben. Es ist relativ groß und dürfte mindestens 5-sömmrig sein. Offenbar hat es im Kampf eine Schere verloren, die jetzt von Häutung zu Häutung langsam wieder nachwächst. Nachdem es deutlich kälter geworden ist, sind die Fangergebnisse in den Reusen zurückgegangen und die Weibchen haben oft blütend weiße Spermaflecken von einer frischen Befruchtung. Vor allem die Männchen sind jetzt aktiv und suchen nach attraktiven Weibchen.

Oktober 2019: Der Oktober ist der ideale Monat um einen Weiher neu mit Edelkrebsen zu besetzen. Die Weibchen, die wir jetzt fangen, haben meistens hell gefärbte Unterseiten am Hinterleib. Dies sind Kalkablagerungen, die ihre Bereitschaft zur Paarung signalisieren. Es scheint, als ob sie auf der Suche sind und daher eher in den Reusen landen als im Frühjahr. Wenn diese Weibchen zusammen mit geschlechtsreifen, älteren Edelkrebs-Männchen eingesetzt werden, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Begattung und zu einer Eiablage im Winter. Man kann damit rechnen, dass ein Weibchen einhundert Eier hat, von denen in einem Naturweiher vielleicht 10 bis 20 überleben und zu geschlechtsreifen Edelkrebsen in den nächsten Jahren heranwachsen. Höhere Wachstumsraten gibt es sonst kaum wo!

Wir verkaufen komplette Populationen mit geschlechtsreifen Edelkrebsen aus natürlicher Zucht: Männchen und Weibchen.

Oktober 2019: Dieser riesige, etwas traurig blickende Edelkrebs ging in unsere Reuse. Er ist unversehrt, ebenmäßig gebaut und mit zwei gleich großen, riesigen Scheren. Er wurde nie gefüttert und wurde in einem natürlichen Umfeld groß. In der Hälterung gingen die anderen Krebse ehrfurchtsvoll zu Seite - er musste nicht kämpfen. Vermutlich kann er durch seinen Urin und seine Ausdünstung seinen hohen Status den anderen Krebsen vermitteln. Er hat sich vermutlich schon mehr als zwanzigmal erfolgreich gehäutet. Statt ihn als Besatzkrebs oder gar als Speisekrebs zu verkaufen, habe ich ihn in meinen größten Weiher gesetzt. Möge er viele tolle Nachkommen bekommen.

September 2019: Hilfe! Wir haben ziemlich viele Krebse gefangen und wollen sie lieber verkaufen als wieder in den Weiher zurücksetzen. Deshalb unser Super-Sonderangebot für Selbstabholer. 2 Euro für mittelgroße bis große Krebse ist ein unschlabgarer Preis! Selbstabholung in Kisslegg. tel 01714981823.

September 2019: In Schleswig fand die 9. Internationale Tagung des Forums Flusskrebse statt, bei dem invasive Flusskrebsarten einen Schwerpunkt bildeten. Fachvorträge zum Marmorkrebs und Kalikokrebs zeigten wie gefährlich diese Krebse für unser Ökosystem sind. Diskutiert wird die Einordnung des Aphanomyces Astaci (Krebspest) als Alge statt als Pilz. Inzwischen gibt es mehrere genetisch verschiedene Varianten, die Edelkrebse befallen können.

August 2019: Dieser wunderschöne Naturteich droht zu verlanden. Mit großer Wahrscheinlichkeit befinden sich in ihm keine Krebse, die das Kraut im Zaum gehalten hätten. Das Hornkraut ist bis an die Wasseroberfläche gewachsen und verhindert, dass unter Wasser Sauerstoff durch Photosynthese entstehen kann - ebenso wie die Seerosen. Der Algenaufwuchs auf dem Hornkraut wäre die Leibspeise kleiner und großer Edelkrebse. Vom Ufer her durchwurzelt das Wiesengras bereits das Gewässer.

Juli 2019: Ein heißer Monat! Jetzt ist es wichtig, dass das Teichwasser nicht zu warm wird und Schatten spendende Bäume am Teichrand stehen.

Für das Sömmern eines Weihers ist die Hitze ideal: Der Schlamm-Boden in einem länger abgelassenen Teich bekommt tiefe Risse und trocknet bis in die Tiefe. Der Schlamm setzt sich zusammen und wird steinhart. Die wild wachsenden Pflanzen durchwurzeln die Erde und geben dem Boden auch nach Befüllung Festigkeit.

Juni 2019: Jetzt ist der Fall eingetreten, dass in unseren Reusen auch sehr seltene blaue Edelkrebse auftauchten. Hierbei handelt es sich um eine Farb-Mutation, die schon im 19. Jahrhundert auf der Weltausstellung in Paris für Aufsehen sorgte. Wir reservieren diese Krebse gesondert - und fügen sie auf speziellen Wunsch unseren Populationen bei, wobei wir für ein blaues Exemplar 15 Euro pro Stück berechnen.

Juni 2019: Dass nun die Eier unter dem Hinterleib der Edelkrebsweibchen sich in kleine Krebschen verwandelt haben, kann man an dem nebenstehenden Bild erkennen. Der weiße Fleck besteht noch aus den Resten des Spermas. Rechts davon kann man 3 winzige neue Edelkrebschen erkennen. Sie halten sich noch einige Wochen am Hinterleib fest, erforschen auch schon mal die nähere Umgebung, um bei Gefahr schnell wieder bei der Mutter Schutz zu suchen. Offenbar vom Hunger getrieben landete dieses Weibchen samt der 3 Nachkommen in unserer Reuse - und wurde nach dem Foto wieder in den Teich zurückgesetzt.

Mai 2019: Weiher müssen immer wieder abgelassen werden. Dabei kann man fast alle Edelkrebse fangen. Außerdem wird der Schlamm verdichtet und das Wasser ausgetauscht. Das Ablassen dient der Kontrolle: Droht der Weiher zu verlanden? Wachsen genügend Pflanzen? Gibt es Feinde? - Danach sollte der Weiher möglichst schnell wieder aufgestaut werden, um die noch verborgenen Edelkrebse und die Wasserpflanzen zu schützen.

April 2019: Recht versteckt haben wir im Gebüsch ein neues Hälterungsbecken aufgebaut. Es steht zwischen zwei Teichen und wird über einen Schlauch von einem Teil des Quellwassers durchströmt, das vom oberen in den unteren Teich fließt. Dachziegeln im Hälterungsbecken dienen den Edelkrebsen als Versteck, Wasserpflanzen als Nahrung. So können hier unter quasi idealen Bedingungen die in Reusen gefangenen Krebse bis zu ihrem Verkauf gehältert werden,

März 2019: Mit der Sonne, dem starken Wind und dem Regen geht das Eis auf den Weihern langsam zurück. In über 600 m Höhe ist es kälter, was für die Edelkrebse gut ist. Die Zeit für das erste Setzen von Krebsreusen für den Verkauf ist bald gekommen - und die hungrigen Weibchen mit ihren Eiern sind dann schon unterwegs. Sie sind ideal für den Neubesatz.

Bestellungen für das Frühjahr können schon telefonisch aufgegeben werden Tel. 01714981823.

Februar 2019: Dieser im Allgäu sehr schneereiche Winter hat auch auf den Weihern eine dicke Schneedecke hinterlassen. Wenn der Wind ordentlich pfeift, gibt es auch hier Schneeverwehungen und sogar das Eis kann dabei freigelegt werden. Unter Wasser scheint die Zeit stehen zu bleiben.

Dezember 2018 - Januar 2019: Die Weiher sind im Winter zugefroren und mit Schnee bedeckt. Unter Wasser ist es unglaublich ruhig und abgedunkelt. Die Krebse merken nichts von Wind und Schneegestöber, von klirrender Kälte oder etwa von der Katze, die jetzt ungestört über den Weiher gehen kann. Die Krebszucht ruht aber nicht: die Edelkrebs-Weibchen lassen ihre Eier wachsen und telefonisch können schon Bestellungen für das Frühjahr aufgegeben werden Tel. 01714981823.

Ende November 2018: Jetzt ist nach einem langen Sommer plötzlich der Winter eingekehrt und die Wasserflächen sind mit Eis bedeckt. Die Krebse bewegen sich langsamer unter Wasser und sitzen meist fast regungslos in ihren Höhlen. Sie ernähren sich von den Wasserpflanzen. An den Weibchen reifen in den Wintermonaten die Eier zu jungen Krebschen heran. Edelkrebse können jetzt nur noch schwer gefangen werden. Daher nehmen wir jetzt nur noch Vorbestellungen an.

November 2018: Wenn man die Krebse in einem Eimer ohne Kraut dazwischen einsammelt, besteht die Gefahr, dass sie sich gegenseitig verletzen oder sich sogar die Scheren abschneiden. Diese drei Edelkrebse hatten Glück, dass sie sich an den harten Scheren und nicht an den Gelenken gepackt haben. Der Dreierverband war sehr fest und überdauerte mehrfaches Wässern und wieder aus dem Wasser heraus holen. Selbst beim Fototermin hielten sie weiter fest. Erst als ich nacheinander die Scheren des großen Krebses auseinanderbog, ließen die anderen auch los.

Oktober 2018: Dieses noch recht junge Edelkrebsweibchen wurde bereits im Oktober, wenn die Paarung beginnt, begattet. Dies ist an dem weißen Spermafleck zu sehen. Oft erst nach Wochen bekommt das Weibchen seine Eier. Diese sind in Schleim eingehüllt, der das Sperma löst.

September 2018: Dieser etwas grimmig blickende Edelkrebs will sich nicht greifen lassen. Man nimmt den Krebs normalerweise von hinten oben am Hinterleib und vermeidet so, dass die blitzschnell zupackenden Krebscheren in die Finger zwicken. Doch Krebse können sich sehr weit nach hinten biegen. Wenn man Pech hat, kann der Finger dabei schon einmal leicht blutig gezwickt werden - wie es mir bei diesem sehr munteren Krebs passiert ist.

August 2018: Die im Frühjahr geschlüpften Krebschen ernähren sich vor allem von Algen, die auf Steinen oder Pflanzen wachsen. Sie sind dabei in freier Wildbahn nur nachts zu beobachten. Der hier abgebildete Krebs ist ca. 1,7 cm lang und damit schon deutlich größer wie noch im Juni. Er hat sich dazu 1 bis 2-mal gehäutet. Es ist erstaunlich, wie blitzschnell sich die kleinen Krebschen bei Gefahr im Wasser bewegen können. Dazu klappen sie den Schwanz ein, wodurch sie wie ein Katapult rückwärts durchs Wasser schießen. Machmal wiederholen sie die Bewegung und überwinden in Sekundenschnelle unter Wasser 2 bis 3 Meter.

Juli 2018: Die Zeit für Krebsessen hat begonnen. Die kurz gekochten Krebse schmecken köstlich und es ist ein besonderes Ereignis, in froher Runde das Krebsfleisch mit den Fingern aus dem Panzer zu lösen. Aus den Schalen (Karkassen) und dem Sud kann eine leckere Krebssuppe zubereitet werden - mein Tipp: sparsam Kürbissuppengewürz zufügen.

Juni 2018: Die Edelkrebs-Weibchen wurden von den Männchen im Winter befruchtet. Die Eier tragen sie bis ins späte Frühjahr unter ihrem Hinterleib. Sie entwickeln sich langsam zu jungen Krebschen, die sich dann verstecken - z.B. in Ziegelsteinen, die man ihnen in den Weiher legt. Nimmt man den Stein aus dem Wasser, so kriechen die winzingen, noch durchscheinenden Krebschen aus ihren Höhlen.

Der starke Ostwind bläst Algen und abgestorbene Pflanzenreste ans Westufer

Mai 2018: Der starke Ostwind bläst abgestorbene Pflanzenreste und Algen ans Westufer. Hier könnte man sie gut herausfischen. Doch die Biomasse ist der ideale Lebensraum für viele Tiere, die sich hier gut verstecken können - auch für Edelkrebse, die gerade die Algen gerne verspeisen.

Frösche und Edelkrebse lieben Algen gleichermaßen

Mai 2018: Wie gut sich insbesondere Frösche in den Algen verstecken können zeigt dieses "Such"-Bild. Der Frosch schaut neugierig auf die Kamera und fühlt sich sehr sicher in der Algentarnung. Bei Tag hat er auch von den Edelkrebsen nichts zu fürchten.

April 2018: Auf den lehmigen Teichrändern von neu gebauten Weihern wachsen zuerst Pionierpflanzen wie der hier abgebildete Huflattich. Kaum ist der Schnee weg, da schmücken auch schon die leuchtend gelben Blüten den Weiherrand.

April 2018: Jetzt ist es schon in den ersten April-Tagen warm geworden. Die Krebse freuen sich an den wärmeren oberen, besser belüfteten Wasserschichten und an dem ersten frischen Algenaufwuchs. So kommen sie in der Nacht an den Uferrand und können hier leicht gefangen werden. In speziellen Sortier-Schalen mit Fächern bedeckt mit Kraut haben sie weniger Stress. Die Weibchen sind überwiegend schon eiertragend. Manche haben mehr als 100 Eier unter dem Abdomen (Schwanz) kleben.

April 2018: Die Krebse sitzen in der Nacht regungslos zwischen den Kaulquappen. Ob sie wohl ab und zu nach ihnen schnappen und sie fressen?

März 2018 Im Allgäu - in über 600 m Höhe ist es relativ kalt - das ideale Klima für Edelkrebse, die im Vergleich zu Gallizischen Sumpfkrebsen oder dem amerikanischen Signalkrebs mit niedrigen Temperaturen zurecht kommen. Noch mindestens bis Mitte März wird das glasklare, glänzende Eis den Edelkrebs-Weiher bedecken.

Edelkrebsweiher im März

Februar 2018: Die Weiher schlafen noch unter einer leicht mit Schnee bedeckten Eisdecke. Darunter - im kalten Wasser bewegen sich die Edelkrebse nur langsam oder sitzen fast bewegungslos in ihren Krebshöhlen. Wasser-Temperaturen unter 5 bis 10 Grad sind für die Fortpflanzung nötig, da nur dann der Eiausstoß unter dem Schwanz und die Entwicklung der Eier zu kleinen Krebschen stattfinden kann.