Hier findet man meine neuesten monatlichen Beiträge ab März 2023

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Juni 2024: Der im Winter abgelassene und gestaltete Weiher (siehe Bild Januar 2024) war nach den heftigen Regenfällen in wenigen Tagen voll. Der neu verrohrte Mönch ist super dicht und zwei Inseln ragen über das Wasser. Wir haben auch schon Kraut und einige Edelkrebse eingesetzt. Heute wurde die neueste Generation unserer Solar-Umwälzpumpen installiert, durch die das Wasser in den tieferen Schichten mit Sauerstoff angereichert wird.

Mai 2024: Wie schnell doch die Zeit vergeht beim Reusen legen und Krebse einsammeln. So haben wir erst gestern am Weiherrand ein geflecktes Knabenkraut entdeckt, das wohl zu den Orchideen gehört und den späten Frühling und Sommer signalisiert. Bald kommen auch wieder die jungen Kälber, die im Sommer einen Großteil der Dämme abweiden. An das Knabenkraut kommen sie nicht heran, da die Teichränder durch einen Elektrozaun geschützt sind. Die Rinder würden sonst die Uferkante flach treten und den Krebsen die Ausflüge aus dem Weiher erleichtern. Gerade bei regnerischem Wetter und in der Dämmerung kann man manchmal sehen, wie sie versuchen aus dem Weiher zu klettern - insbesondere wenn wenig Pflanzen im Weiher wachsen.

April 2024: Immer wieder erhalten wir von begeisterten Empfängern unserer Edelkrebse erfreuliche Mitteilungen. Wir fühlen uns so bestärkt in unserer Arbeit. Unser Ziel ist es, für die Krebse und natürlich auch für die Kunden :-) eine möglichst professionelle, hochwertige, ökologisch wertvolle Dienstleistung zu erbringen.

März 2024: Unser "sehr naturnaher" Gartenteich ist durchaus geeignet für Edelkrebse: vor allem hat er eine Umwälzpumpe, durch die mit Solarstrom das Wasser aus tieferen, sauerstoffarmen Schichten an die Oberfläche gepumpt wird. Wichtig sind auch Dachplatten oder Steine mit Löchern, in denen sich die Krebse sofort verstecken können - später graben sie sich dann eigene Höhlen (wenn keine Folie dies verhindert).

Februar 2024: Die warmen Temperaturen und der viele Regen haben alles Eis verschwinden lassen. In den Zuläufen fließt viel Wasser, so dass der Wasserstand maximal hoch ist. In diesem Winter gab es zudem kaum Gelegenheiten vom Eis her das überstehende Schilf zu entfernen - so wird es jetzt wohl im Laufe des Jahres verrotten, dabei am Sauerstoff zehren und die Nährstoffmenge im Weiher erhöhen. Inwieweit dies problematisch wird, hängt von der Regenmenge im Jahresverlauf ab.

Januar 2024: Immer wieder ist es notwendig, einen Weiher abzulassen. In unserem Fall wird dabei der Schlamm zu einigen Häufen im Weiher zusammengeschoben und -gebaggert. Wenn er abgetrocknet ist und sich genügend zusammengesetzt hat, werden die Hügel mit Lehm aus dem Weiher bedeckt. Es bildet sich so im ganzen Weiher eine abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft. Die "Berghänge" sind ein idealer, für lange Zeit schlammfreier Lebensraum für Krebse. Wahrscheinlich bauen wir auch eine Insel mit Erlenbewuchs zur zusätzlichen Beschattung des Weihers.

Dezember 2023: Unser Jupiter-Weiher ist jetzt schon im flacheren Bereich mit einer Eisdecke versehen. Durch die Regenfälle und die kalte Luft hat sich die Wasserqualität bis in tiefe Schichten optimal entwickelt. Die Zeit des Reusen-Legens ist jetzt vorbei - wir haben die letzten Krebse aus der Hälterung vorsichtig wieder in unsere Weiher zurück gesetzt und nehmen jetzt Aufträge fürs Frühjahr an..

November 2023: Wenn ein Edelkrebs-Weiher neu angelegt wird, sind meist noch keine Pflanzen unter Wasser vorhanden. Der Favorit unter Krebszüchtern ist dabei die Wasserpest, die viele Vorteile - aber auch ein paar Nachteile hat.

Krebse haben diese Pflanze zum fressen gern - sie verschwindet als Erste in ihren Mägen - allerdings auch bei Fischen, Enten etc.. Bei gutem Wasser wächst sie sehr stark - abhängig auch vom Nährstoffangebot. Kleinste Stückchen der Pflanze können eine großen Weiher zuwuchern. Wenn sie im Zaum gehalten wird, wächst sie nur auf dem Grund und bringt viel Sauerstoff durch Photosynthese ins Wasser. Krebse können sich gut verstecken. Die Wasserpest ist auch im Winter grün und erst im Frühjahr sterben die Blättchen ab, wobei sofort neue Blätter knospen. Bei stehenden Gewässern zehren die absterbenden Pflanzenteile am Sauerstoff und es bildet sich ein schwarzer Schlamm. Das kann weitgehend verhindert werden, wenn eine (Solar-) Umwälzpumpe das sauerstoffarme Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche pumpt, wo an der Luft der Schlamm mineralisiert. In einem unserer Edelkrebs-Weiher wächst nur die Wasserpest - quasi im Idealtempo und wir können hier auch größere Mengen einfach mit dem Rechen herausrechen und an Weiherbauer versenden. Die brauchen dann keine Angst zu haben, dass sie mit den neuen Pflanzen die Krebspest einschleppen.

Oktober 2023: In den frühen Morgenstunden werden die kunstvollen Spinnweben an den Krebsteichen deutlich sichtbar. Spinnen haben am hohen Bewuchs des Weiherrandes tolle Fangmöglichkeiten. Dichte Binsen, Mädesüß, Blutweiderch oder verschiedene Gräser verhindern auch das Herausklettern der Krebse und die Wurzeln bieten eine gute Decke für die Krebshöhlen.

September 2023: Nach heißen Tagen und kalten Nächten steht oft der Morgennebel über den Weihern. In den Reusen fangen wir immer noch viele Krebse. Doch während es normalerweise etwa gleich viele Männchen und Weibchen sind, sind es jetzt viel mehr Weibchen. Dies wird sich in einigen Wochen umkehren. Wir vermuten, dass dies mit der anstehenden Befruchtung und der Eiablage unter dem Schwanz der Weibchen zusammen hängt.

August 2023: Zu den faszinierendsten Ereignissen im Leben eines Edelkrebses gehört die Häutung. Hierbei schlüpft der Krebs aus seinem starren Panzer und wird dabei ein bisschen größer. Der Panzer (rechts im Bild) ist manchmal kaum vom Krebs zu unterscheiden, da Scheren, Beine und Antennen auch erneuert werden. Der "neue" Krebs ist dunkel und ganz weich (Butterkrebs). Seine Haut verhärtet in den folgenden Tagen zu einem neuen Panzer.

Juli 2023: Durch die Trockenheit der letzten Wochen in Verbindung mit Problemen am Mönch sank in einem unserer Edelkrebs-Weiher der Wasserspiegel ab, so dass jetzt die von den Edelkrebsen gebauten Krebshöhlen sichtbar wurden. Krebse brauchen für die Zeit nach der Häutung und zur Überwinterung einen völlig geschützten Raum. Die Höhlen können einen Meter tief in die Böschung hinein gehen. Sie sind gerne unter dem Wurzelbereich von Pflanzen oder unter Steinen angelegt.

Juni 2023: Im Abendlicht eines warmen Sommertages hat sich diese kleine Ringelnatter ein lauschiges Plätzchen gesucht. Es befindet sich am Steilufer eines Edelkrebs-Weihers, an dem wir lautlos mit dem Ruderboot vorbeiglitten und das nur schwer einzusehen ist. Ringelnattern sind ungiftig und sehr scheu. Wenn sie jemanden bemerken flüchten sie meistens ins Wasser und verschwinden dort in der Tiefe. Sie ernähren sich von Fröschen, Kröten, Molchen und kleinen Fischen. Edelkrebse haben von ihnen wahrscheinlich kaum etwas zu befürchten.

Mai 2023: Wenn wir in einem Weiher längere Zeit keine Reusen legen, wachsen die Krebse einfach weiter. Man fängt danach deutlich größere Exemplare, die oft auch ganz unterschiedliche Farbtöne aufweisen: von fast schwarz über dunkelbraun, bläulich, grünlich bis hellbraun. Ich glaube, dass die Farbtönung eng mit der Farbe des Grundes zusammenhängt, auf dem die Krebse leben. In unsere Versandkartons sind meist mehrere Farbtöne vertreten - je nach Fang.

April 2023: Das kräftige Gelb des Huflattichs signalisiert den Beginn der Edelkrebs-Saison. Wir haben schon einige Krebse gefangen. Dabei sind viel weniger Krebse in den Reusen als bei wärmeren Temperaturen. Es sieht dabei so aus, als ob vor allem unternehmenslustige Männchen aktiv sind. Noch immer kommt es hier im Allgäu nachts zu Minustemperaturen, wo Krebse lieber nicht am Teichrand in den oberen Wasserschichten auf Nahrungssuche gehen und wo auch nur wenig Algenaufwuchs zu finden wäre.

März 2023: Nach dem Winter, wenn das Eis gerade geschmolzen ist, ist das Wasser in den meisten Weihern ganz klar. So kann man genau die Reuse unter Wasser zwischen den noch grünen Wasserpflanzen sehen. Wir fangen darin unsere Krebse, um sie dann zu versenden. Angelockt von dem Köder in der Reuse krabbeln die Krebse vor allem in der Nacht hinein und finden dann nicht mehr hinaus.